Wie wir lernen, anders mit uns zu sprechen
Selbstfreundschaft, innere Haltung, Fehlerkultur, persönliche Entwicklung
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In dieser Montagsmotivationsfolge spricht Anna Papadopoulos über den Umgang mit sich selbst im Alltag. Sie teilt persönliche Erfahrungen und beobachtet, wie schnell negative Gedankenspiralen entstehen können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir lernen können, uns selbst anders zu begegnen. Die Folge zeigt eine klare Haltung: ehrlich sein, ohne sich abzuwerten. Und Verantwortung übernehmen, ohne sich dabei kleinzumachen.
Der Umgang mit den eigenen Gedanken
„Ich hab zu lange nichts Produktives daraus gemacht.“
Anna beschreibt Situationen, in denen sie sich im Nachhinein über ihr eigenes Verhalten ärgert. Gedanken drehen sich weiter, ohne dass sich etwas verändert. Statt daraus zu lernen, verstärken sie den inneren Druck.
Ein Beispiel ist das Gefühl, nicht schlagfertig genug reagiert zu haben. Der Moment ist vorbei, aber die Bewertung bleibt. Genau hier beginnt die Abwärtsspirale.
Die entscheidende Frage entsteht aus diesem Muster heraus. Warum gehen wir mit uns selbst oft anders um als mit anderen?
Der Perspektivwechsel
„Mit meinen engsten Freundinnen würde ich Ärger nicht in derselben Art und Weise nachhalten.“
Im Umgang mit anderen entsteht oft mehr Verständnis. Es gibt den Versuch, einzuordnen, zu beruhigen oder die Perspektive zu wechseln. Diese Haltung fehlt im Umgang mit sich selbst häufig.
Daraus entsteht ein neuer Ansatz. Sich selbst gegenüber ähnlich zu handeln wie gegenüber einer guten Freundin.
„Denn ich bin die Person, mit der ich mein ganzes Leben verbringe.“
Dieser Gedanke verändert den Blick. Die Beziehung zu sich selbst wird als langfristig und prägend verstanden. Und genau deshalb lohnt es sich, sie bewusst zu gestalten.
Person und Verhalten unterscheiden
„Nicht die Person ist schlecht – das Verhalten in diesem Moment war nicht gut.“
Ein zentraler Punkt der Folge ist die klare Trennung zwischen Person und Verhalten. Ein Fehler beschreibt eine Situation. Er beschreibt nicht den ganzen Menschen.
Diese Unterscheidung nimmt Druck raus. Sie ermöglicht es, ehrlich hinzuschauen, ohne sich komplett infrage zu stellen.
„Was genau ist passiert? Was daran möchte ich beim nächsten Mal anders machen?“
So entsteht ein Raum für Entwicklung. Nicht durch Abwertung, sondern durch Präzision.
Ehrlichkeit ohne Selbstabwertung
„Der erste Schritt ist Ehrlichkeit.“
Diese Ehrlichkeit ist auf eine ganz konkrete Situation, ein ganz konkretes Verhalten bezogen. Sie richtet sich auf das, was ist. Nicht auf eine Bewertung der eigenen Person.
Anna beschreibt, dass es genauso wichtig ist zu sehen, was gut läuft. Und gleichzeitig anzuerkennen, wo Veränderung gewünscht ist.
„So ist es gerade.“
Diese Bestandsaufnahme schafft eine Grundlage. Sie ermöglicht Entwicklung, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen.
Fehler, Verantwortung und Haltung
„Gnädig mit sich selbst zu sein bedeutet nicht, alles schönzureden.“
Selbstfreundschaft bedeutet nicht, Dinge zu relativieren. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen.
„Ich kann dann sagen: „Das war ein Fehler.“ Punkt. Und gleichzeitig: „Ich bin trotzdem ein guter Mensch.““
Beides kann nebeneinander stehen. Fehler gehören zum Alltag. Sie sind kein Beweis für persönliches Scheitern.
„Also das ist kein persönliches Versagen – das ist Leben.“
Diese Haltung schafft Stabilität. Sie ermöglicht es, aus Situationen zu lernen, ohne sich selbst anzugreifen.
Wirkung nach außen
„Wie ich mit mir selbst spreche, prägt automatisch, wie ich anderen begegne.“
Der Umgang mit sich selbst bleibt nicht isoliert. Er zeigt sich in Beziehungen.
Mehr Härte nach innen führt oft zu mehr Urteil nach außen. Mehr Verständnis für sich selbst kann auch zu mehr Geduld im Umgang mit anderen führen.
„Es ist fast unmöglich, dauerhaft freundlich zu anderen zu sein, wenn ich innerlich ständig mit mir kämpfe.“
Der Ansatz beginnt deshalb bei einem selbst. Schritt für Schritt.
3 Takeaways aus dieser Folge
Die Trennung zwischen Person und Verhalten kann Druck reduzieren und Entwicklung ermöglichen.
Ehrlichkeit sich selbst gegenüber braucht Klarheit, aber keine Härte.
Der Umgang mit sich selbst beeinflusst direkt, wie wir anderen begegnen.
Ein Satz, der bleibt
„Dieser Moment war nicht gut. Aber ich bin mehr als dieser Moment.“
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Kapitel der Folge
00:00 Einführung in Selbstfreundschaft
02:41 Die Bedeutung von Ehrlichkeit zu sich selbst
04:47 Fehler akzeptieren und Verantwortung übernehmen
07:46 Der Einfluss der Selbstfreundschaft auf Beziehungen
09:46 Abschluss und Ausblick
Reflexionsimpuls
Wie sprichst du mit dir selbst, wenn etwas nicht so läuft, wie du es dir wünschst?
Wo könntest du beginnen, anders mit dir umzugehen?
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