Growth Mindset: Warum „noch“ unsere Entwicklung verändert

Selbstwirksamkeit, Perspektivwechsel, Lernen, Fehlerkultur

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In dieser Montagsmotivationsfolge spricht Gastgeberin Anna Papadopoulos über das Konzept des Growth Mindset von Carol Dweck. Sie teilt Gedanken, die ihr selbst helfen, den eigenen Weg klarer zu sehen und uns selbst einfacher zu ermöglichen.

Im Zentrum steht die Frage, wie wir auf uns selbst blicken. Und was sich verändert, wenn wir uns nicht als festgelegt verstehen.

Die Folge bleibt nah am Alltag. Sie zeigt, wie kleine Veränderungen in unserer Haltung einen Unterschied machen können.

Was hinter dem Growth Mindset steckt

„Im Growth Mindset geht es darum, sich selbst nicht als fertiges Ergebnis zu verstehen.“

Anna beschreibt zwei grundlegende Haltungen, die Carol Dweck abgesteckt hat.Das Fixed Mindset steht für eine starre Sicht auf Fähigkeiten.

Es geht davon aus, dass man entweder gut in etwas ist oder nicht. Fehler werden eher vermieden. Kritik wird schnell als Angriff wahrgenommen.

Das Growth Mindset öffnet eine andere Perspektive: Fähigkeiten sind entwickelbar.Lernen ist ein Prozess und Fehler gehören dazu, denn sie geben Hinweise.

Wenn Gedanken uns begrenzen

„Ich bin einfach nicht gut in sowas.“

Solche Sätze tauchen oft automatisch auf. Sie wirken selbstverständlich und gleichzeitig legen sie etwas fest.

Anna macht deutlich, dass es sich dabei um Denkgewohnheiten handelt, die im Laufe des Lebens entstehen.

Aber sie lassen sich verändern. Der erste Schritt ist, sie überhaupt wahrzunehmen.

Das Wort, das etwas offen lässt

„Dieses eine Wort kann einen riesigen Unterschied machen.“

Dieses Wort ist „noch“.

„Ich kann das nicht.“ fühlt sich endgültig an.

„Ich kann das noch nicht.“ lässt Raum für etwas, das zukünftig noch entstehen kann.

Anna zeigt, wie sich dieser kleine Zusatz im Alltag einsetzen lässt - in Situationen, die gerade nicht funktionieren.

Es geht an der Stelle nicht darum, sofort eine Lösung zu haben, sondern darum, sich Entwicklung zu erlauben.

Gerade wenn es schwierig wird

„Gerade in solchen Momenten kann sich schnell dieses Gefühl einstellen, festzustecken.“

Wenn Pläne nicht aufgehen, wenn sich etwas verändert, wenn Situationen entstehen, die wir uns nicht ausgesucht haben - dann wirkt vieles schnell endgültig.

Das Growth Mindset setzt genau hier an. „Ich bin nicht fertig.“ ist dabei die Grundhaltung.Sie macht deutlich, dass Entwicklung weiter möglich ist. Auch wenn sie vielleicht Zeit braucht.

Selbstwirksamkeit im Alltag üben

„Zu erkennen, dass wir nicht alles kontrollieren können, was passiert.“

Nicht alles liegt in unserer Hand.

„Aber dass wir Einfluss darauf haben, wie wir damit umgehen.“

Genau hier entsteht Selbstwirksamkeit.

Anna beschreibt, dass diese Haltung in kleinen Momenten im Alltag entsteht:Wenn etwas nicht sofort klappt, wenn alte Muster auftauchen.

Dort beginnt dann die Veränderung. Schritt für Schritt.

3 Takeaways aus dieser Folge

  1. Fähigkeiten sind nicht festgelegt, sondern können sich entwickeln.Eine veränderte Haltung kann den Blick auf uns selbst und unsere Möglichkeiten öffnen.

  2. Das Wort „noch“ schafft Spielraum.Es hilft, Situationen nicht als endgültig zu bewerten.

  3. Selbstwirksamkeit entsteht im Umgang mit dem, was ist.Nicht alles ist kontrollierbar, aber der eigene Umgang damit bleibt beeinflussbar.

Ein Satz, der bleibt

„Ich bin nicht fertig.“


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Kapitel der Folge

00:00 Einführung in das Growth Mindset
01:15 Das Fixed Mindset verstehen
05:21 Das Growth Mindset verändert unsere Haltung
06:32 Die Kraft des Wortes 'noch'
07:36 In Bewegung bleiben und Entwicklung zulassen

Empfohlene Themen & Referenzen

– Growth Mindset nach Carol Dweck, beschreibt die Entwicklung von Fähigkeiten als lernbaren Prozess

Reflexionsimpuls

Wo sagst du dir im Alltag „Ich kann das nicht“?
Was verändert sich, wenn du ein „noch“ ergänzt?

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