Dein Netzwerk aus Mutstimmen

Innere Stimmen, Glaubenssätze, Vorbilder, Entscheidungen

🎧 Höre hier die ganze Folge

In dieser Montagsmotivationsfolge spricht Gastgeberin Anna Papadopoulos über die Stimmen, die uns innerlich begleiten. Sie teilt Gedanken, die ihr selbst helfen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Die Folge bleibt sehr nah an ihrem persönlichen Erleben. Es geht um Zweifel, Ermutigung und um die Frage, woher Mut eigentlich kommt. Anna beschreibt, dass Mut nicht nur aus uns selbst entsteht, sondern auch aus Erinnerungen, Begegnungen und gehörten Worten.

Der Fokus liegt darauf, welche Perspektiven wir innerlich abrufen, wenn wir vor etwas Neuem stehen. Und darauf, dass wir Einfluss darauf haben, welchen Stimmen wir Raum geben.

Unser inneres Team

„Denn, wenn wir ganz genau hinhören, dann stellen wir fest, dass jede oder jeder von uns so eine Art inneres Team in sich trägt.“

Anna beschreibt, dass in uns unterschiedliche Stimmen gleichzeitig sprechen.
Es gibt Zweifel und Warnungen und es gibt stärkende Stimmen.

Diese Stimmen tauchen besonders dann auf, wenn Entscheidungen anstehen.
Oder wenn wir etwas Neues beginnen wollen.

Ein Teil davon sind Glaubenssätze. Das sind Sätze, die wir uns immer wieder selbst sagen.
Oft begleiten sie uns schon seit Jahren.

Wenn wir sie bewusst wahrnehmen, können wir prüfen, welche wir behalten möchten.
Und welche wir vielleicht ersetzen wollen. -> Höre hier gerne auch nochmal in die Folge zu Glaubenssätzen rein. 

Eine Geschichte als innerer Rückenwind

Anna erzählt von einer Geschichte aus ihrer Familie.
Ihr Vater berichtete ihr, dass ihr griechischer Großvater in der Nacht vor ihrer Geburt geträumt hatte, ein besonderer Mensch würde geboren.

Sie sagt selbst, dass man davon halten kann, was man möchte.
Für sie wurde diese Erzählung zu etwas Bedeutsamen.

„Hab keine Angst, deine Schritte zu gehen“

Die Geschichte gibt ihr ein Gefühl von Rückenwind.
Nicht, weil sie sich außergewöhnlich sieht, sondern weil sie ihr Zuversicht und Beruhigung gibt.

Wenn sie vor einer schwierigen Entscheidung steht, erinnert sie sich daran.
Sie holt sich damit sinnbildlich die Stimme ihres Großvaters in die Gegenwart.
Und manchmal gibt ihr genau das den letzten inneren Impuls zu handeln.

Begegnungen und Worte von außen

Neben inneren Stimmen gibt es äußere Stimmen.
Menschen können zu Ratgeber:innen oder Mutstimmen werden.

Anna erinnert sich an eine Lesung mit dem Autor Frederic Laloux.
Er schrieb ihr in ihr Buch den Satz:
„Anna, bring the world to sparkle.“

Er erklärte, dass ihm ihr Strahlen im Gespräch aufgefallen sei. Dieser Satz blieb bei ihr.

Sie ruft ihn bis heute ab, wenn sie zweifelt oder überlegt, ob sie sich zeigen soll.
Auch die Idee für diesen Podcast steht in Verbindung damit.

Solche Sätze können zu inneren Begleitern werden.
Manchmal reicht ein kurzer Moment.

Stimmen aus der Ferne

Mutstimmen müssen nicht persönlich an uns gerichtet sein.
Anna beschreibt, dass auch Podcasts oder Bücher dazugehören können.

Sie nennt den Podcast Fast & Curious mit Verena Pausder und Lea-Sophie Cramer.
Obwohl sie die beiden nicht persönlich kennt, geben ihr ihre Gespräche Energie.

Ihre Themen über Arbeit, Familie, Mut und Zweifel wirken für sie wie Haltegriffe.
Besonders dann, wenn sie selbst gerade wenig Energie spürt.

Diese Stimmen sind verfügbar, ohne dass ein direktes Gespräch nötig ist.
Gerade bei eigenen Vorhaben empfindet sie das manchmal als angenehmer.

Stimmen bewusst wählen

„Die meisten von uns können wählen, welche Stimmen in uns laut werden dürfen“

Anna lädt dazu ein, ein eigenes Netzwerk aus Mutstimmen aufzubauen.
Das können bekannte Menschen sein oder Stimmen aus Büchern, Podcasts oder Begegnungen.

Gleichzeitig kann man Stimmen, die verunsichern oder klein halten, bewusst leiser drehen.
Viele Stimmen lassen sich aktiv abrufen.

Man kann sie laut aussprechen oder aufschreiben oder sich gedanklich erinnern.

Manchmal reicht die Erinnerung daran, dass es Stimmen gibt, die an uns glauben.

3 Takeaways aus dieser Folge

  1. In uns wirken gleichzeitig stärkende und zweifelnde Stimmen. Wir können lernen, die stärkenden lauter zu drehen.

  2. Mut kann aus Erinnerungen, Begegnungen oder gehörten Worten entstehen. Auch kleine Sätze können langfristig begleiten.

  3. Wir können aktiv entscheiden, welchen Stimmen wir innerlich mehr Raum geben.

Ein Satz, der bleibt

„Denn manchmal ist es genau das, was uns den Mut gibt, weiterzugehen.“


🎧 Höre hier die ganze Folge
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Kapitel der Folge

00:00 Die Kraft der inneren Stimmen

02:18 Mutstimmen aus der Vergangenheit

04:06 Äußere Mutstimmen und ihre Wirkung

05:29 Das Netzwerk der Mutstimmen

07:38 Aktives Abrufen von Mutstimmen

Empfohlene Themen & Referenzen

Podcastfolge 4 über Glaubenssätze

Konzept des inneren Teams von Schulz von Thun

Reinventing Organizations von Frederic Laloux - Sachbuch über neue Formen der Organisationsentwicklung

Fast & Curious Podcast – Gespräche über Arbeit, Familie, Unternehmertum und Zweifel von Verena Pausder und Lea-Sophie Cramer

Reflexionsimpuls

Welche Stimmen werden in dir laut, wenn du vor einer neuen Entscheidung stehst?
Welche davon stärken dich?

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